Was tun, wenn unser Hund in die Wohnung uriniert?

Stubenreinheit ❯ Bei erwachsenen Hunden
Meyer0 schrieb am 06.11.2022
Hallo. Unser Hund, der im allgemeinen stubenrein ist, pinkelt, wenn er allein zu Hause bleiben muss, in die Wohnung. Ich bin nun seit 2,5 Jahren wegen der Elternzeit zu Hause und unser Hund ist somit oft nicht allein. Wenn er allein bleiben muss, auch wenn es nur 30 Minuten sind und er vorher sich noch entleert hat, uriniert er dennoch in die Wohnung. Wir haben ihm ganz am Anfang beigebracht in kleinen Schritten allein zu bleiben. Das klappte bis dahin auch ziemlich gut. Geändert hat sich das mit meiner Elternzeit. Zudem haben wir in der Zeit 2 Kinder bekommen. Ich weiß nicht, ob das eventuell auch ein Grund sein kann. Ich wäre für Tipps sehr dankbar. Unser Hund ist knapp 4 Jahre alt. Mit freundlichen Grüßen Meyer
1 Antwort
Hallo Frau Meyer, danke für Ihre Nachricht. Ich denke, Ihr Hund pinkelt in die Wohnung, weil er nicht mehr alleine bleiben kann. Er ist es gewohnt, daß Sie da sind und auch die Kinder. Es tritt ja immer auf, wenn er allein ist. Es gibt Hunde, die Probleme nach einem Familienurlaub haben, wenn der Alltag wieder los geht und die Familienmitglieder arbeiten, Schule etc. gehen. Diese Hunde haben dann Trennungsangst und müssen wieder langsam daran gewöhnt werden, wie in der Welpenzeit, an das Alleine bleiben. Sie sollten eine Kamera aufstellen und genau beobachten, was passiert, wenn Sie aus dem Haus gehen. Fängt er an nervös zu werden, wenn Sie die Schuhe anziehen oder hat er andere Anzeichen, wie z.B. den Schlüssel nehmen. Wo liegt er, wenn Sie weg sind? Was passiert, wenn Sie wiederkommen? Ist er dann komplett gestresst und aus dem Häuschen. Wie lange kann er z.Zt. überhaupt allein in einem Zimmer bleiben? Macht er, wenn Sie zu Hause sind alles um Sie herum, z.B. Spielen, Liegen etc.?

Wenn organisch nichts zu finden ist (Blasenentzündung) oder er auch nicht in der Wohnung markiert, würde ich Ihnen vorschlagen, wieder in kleinen Schritten mit dem Alleine bleiben anzufangen. Dies muß jeden Tag geschehen, und zwar bis zu dem Zeitpunkt, wo er es ohne pinkeln schafft. Wenn dies z.B. 10 Minuten sind. Ist dies der Anfang und kann danach gesteigert werden. Es gestaltet sich wahrscheinlich schwierig, wenn Sie jetzt wieder arbeiten. Hier ist evtl. ein Hundesitter oder Tagesstätte sinnvoll während der Trainingsphase, um die Zeit zu überbrücken, bis er wieder die gewünschten Stunden schafft.

Viel Erfolg und viele Grüße

Kerstin Gebhardt
Hundepsychologin/-trainerin
www.kerstin-gebhardt.de
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