Rüde attackiert Welpe, was tun?

Aggressivität ❯ Gegenüber anderen Hunden
manmit schrieb am 24.04.2021
Hallo,

wir haben einen 3 jährigen kastrierten Labradorrüden und seit 2 Wochen einen weiblichen 9 Wochen alten Neufundländer Mischling. Gleich als wir alle zusammen nach Hause gekommen sind, hat unser Labrador den Welpen gebissen.

Daraufhin haben wir die Hunde getrennt. Den Welpen im Schlafzimmer vom Rest der Wohnung durch ein Türgitter getrennt. Damit sich die Hunde sehen und riechen können.

Wir gehen mit beiden zusammen Gassi. Das klappt ganz gut. Dann haben wir einen Welpenauslauf fürs Wohnzimmer gekauft und die Kleine kurzfristig rein gesetzt. Hin und wieder knurrt unser Rüde den Welpen an. Wir haben auch einen Maulkorb für unseren Rüden gekauft und ihn daran gewöhnt.

Gestern haben wir unserem Rüden dann den Maulkorb aufgesetzt und das Türgitter aufgemacht. Als der Welpe ins Wohnzimmer kam, hat unser Rüde sie nach ca. 1 Minute attackiert. Hätte er den Maulkorb nicht aufgehabt, hätte er die Kleine wohl getötet. Obwohl sie furchtbar gequickt hat, hat er nicht von ihr abgelassen. Wir haben unseren Rüden von der Kleinen weg gezogen und die Kleine ins Schlafzimmer gebracht.

Jetzt meine Frage: Wird das irgendwann mal besser? Was können wir noch tun? Und gibt es einen Hundetrainer der trotz Corona Hausbesuche macht? Wir sind mit unserem Latein am Ende und brauchen dringend Hilfe. Wir möchten aber keinen von den Beiden weggeben. Für Ihre Hilfe wären wir mehr als dankbar. Mit freundlichen Grüßen
2 Antworten
Marina Krieg | Hundetrainer/in
schrieb am 04.05.2021
Hallo,

ist Ihr Rüde denn grundsätzlich verträglich mit anderen Hunden, im Speziellen auch mit Welpen?
Es ist auf jeden Fall sehr wichtig, dass Sie Management betreiben, damit dem Kleinen nichts passiert. Und auch, damit der Welpe nicht noch mehr schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden macht und später vor allen Hunden Angst hat.

Bei einem solchen Fall mag ich - außer dem Management, das Sie ja schon betreiben durch das Türgitter - keine konkreten Tipps geben, da dies per Ferndiagnose fahrlässig wäre. Sie sollten da eine komplette Verhaltensberatung bei einem/einer Trainer:in in Anspruch nehmen.
Qualifizierte (!) Hundetrainer:innen in Ihrer Nähe finden Sie unter https://www.trainieren-statt-dominieren.de/trainer-umkreissuche .
Einige Kolleg:innen dürfen in der aktuellen Lage Einzeltraining anbieten. Eine andere Alternative wäre eine Verhaltensberatung online (auch bei mir möglich).

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg :)

Viele Grüße
Marina von den Ostseepfoten
www.ostseepfoten.com
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manmit | Fragesteller/in
schrieb am 04.05.2021
Hallo,
vielen Dank für Ihre Antwort. Wir haben einen Trainer gefunden, der jetzt wöchentlich nach hause kommt und uns bei der Zusammenführung hilft. Außerdem geht die Kleine jetzt in die Hundeschule damit sie auch gute Erfahrungen mit anderen Hunden machen kann. Unser Rüde ist sehr verträglich mit anderen Hunden. Welpen haben wir noch nicht so oft getroffen aber wenn, war er immer freundlich. Nur Schäferhunde kann er nicht leiden. Da wissen wir aber auch nicht woher das kommt. Es hat ihm noch nie einer was getan.
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