Welpe noch nicht Stubenrein und hat Futterneid

Welpenerziehung ❯ Stubenreinheit
Heinke B. schrieb am 08.12.2018
Hallo!
Ich habe zwei Kleinspitz Hündinnen.
Sidney ist 18Monate alt. Sie habe ich mit 3Monaten bekommen und mit 5 Monaten war sie Stubenrein.
Bonnie ist genau ein Jahr später, auch mit 3 Monaten zu unserer Familie dazu gekommen, aber bei ihr entwickelt es sich doch etwas schwieriger sie Stubenrein zu bekommen.

Sie ist jetzt 6 Monate alt und ist solange ich anwesend bin, auch Stubenrein, aber sobald ich auch nur schlafen gehe, finde ich am nächsten Morgen ihre Hinterlassenschaft. Meist auch bei Einkäufen oder wenn ich mal so weg bin. Ich mache es kommentarlos weg, aber weiß mir keinen Rat mehr wie ich es hinbekomme, außer geduldig zu sein.
Wenn wir draußen spazieren sind, macht sie übrigens auch beides.

Hatte eigentlich die Hoffnung, dass sich die Kleine sowas von der Großen abguckt und sogar schneller Stubenrein wird. War wohl ein Irrglaube.

Habe von Anfang an auch eine Schlafbox positiv aufgebaut wo sie gerne drin liegt.
Mittlerweile tue ich sie, wenn ich weg bin, auch Tagsüber oder auch über Nacht mit geschlossener Tür in die Box. Dort macht sie nicht und kann es auch einhalten.
Möchte es aber nicht dauerhaft so handhaben.
Sidney, die ältere Hündin bewegt sich komplett frei im Haus und ich habe bedenken das Bonnie dadurch das sie dann in der Box ist, eifersüchtig wird.
Die Box steht bei uns im Wohnzimmer.
Sidney durfte immer bei uns im Schlafzimmer schlafen. Haben auch Bonnie die Anfangszeit mit bei uns gehabt.
Allerdings habe ich auch ein Baby, welches noch immer bei uns im Schlafzimmer schläft und wenn es wach wird, weckt es automatisch die Hunde und das ist eher Stress für beide.
Sidney hat dann schon freiwillig das Zimmer verlassen, und dann habe ich auch die Box mit Bonnie zu Sidney in Wohnzimmer gestellt.
Zunächst auch wieder offen, aber wie oben geschrieben, mittlerweile zu.

Futterneid, obwohl beide fast die gleichen Mengen bekommen, hat sie leider schon entwickelt.
Auch das kenn ich von Sidney gar nicht.
Beide bekommen jeweils ihr Futter und Sidney lässt für Bonnie, so scheint es, sogar immer noch etwas übrig, was natürlich, wenn ich es zulasse ( hab mittlerweile angefangen es weg zu stellen, wenn Sidney es nicht komplett auffrisst) auch dankbar von Bonnie gefressen wird.
Noch hat sie kein Übergewicht, aber wenn es mit dem Fressen so weiter geht, tendiert sie stark in die Richtung.
Hungern lassen möchte ich sie auch nicht, da ich Angst habe das dies ihren Futterneid noch verstärkt.

Hoffe sie können mir helfen.
Vielen Dank
Liebe Grüße
Heinke
3 Antworten
Ellen Mayer | Hundetrainer/in
schrieb am 09.12.2018
Hallo Heinke,
bis sich alles gefestigt hat, würde ich so weitermachen wie bisher. Also Bonnie, wenn Sie weg sind, in die Box tun und das Futter, welches nicht gefressen wird, wegstellen. Bonnie wird sich daran gewöhnen und sich dann auch frei bewegen können.
Wie der Futterneid sich äußert, konnte ich in Ihrer Beschreibung nicht erkennen.

Liebe Grüße
Ellen Mayer
www.lesloups.de
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Heinke B. | Fragesteller/in
schrieb am 09.12.2018
Super, danke für die schnelle Antwort.
Also schadet es ihr nicht, bzw. der Beziehung zwischen Sidney und Bonnie, wenn Bonnie in der Zeit in der Box ist und sieht das Sidney sich frei bewegen kann?

Ich meine es ist Futterneid, bin mir aber nicht sicher.
Sie will halt alles haben was Sidney hat und auch was wir essen.
Egal was sie auch vorher bekommen hat. Als hätte sie auch kein Sättigungsgefühl.
Z.b. als Belohnung nach dem Training, bekommen beide eine Stange Hähnchen Brust Filet.
Bonnie verschluckt ihre und will dann direkt Sidney's haben und bellt solange bis Sidney ihr den Rest ihrer abgibt, als sei sie genervt.

Wir haben etwas gegessen und denken nicht sofort daran alles wegzuräumen, sie springt auf den Tisch und verschlingt alles.
Egal was es ist:-(
Kenn ich halt von Sidney so nicht, da sie sowas nie gemacht hat. Sie kann sogar bei uns auf der Eckbank sitzen ohne das sie ans Essen will.
Was bei Bonnie unvorstellbar ist.
Sie ist dann so aufgeregt das sie nur noch am bellen ist.
Von uns bekommt sie nichts vom Tisch, nur ab und an von unserem Sohn der dann auch etwas fallen läßt

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Ellen Mayer | Hundetrainer/in
schrieb am 09.12.2018
Hallo,
dass ihr das schadet, in der Box zu sein, denke ich nicht. Sie haben ihren Aufenthalt darin ja positiv aufgebaut.
Es gibt sehr verfressene Hunde und eben Hunde, die nicht so verfressen sind. Ich habe auch von jeder Sorte einen :-). Man muss dann eben aufpassen, dass auch der nicht so verfressene Hund zu seinem Recht kommt. Aber vor allem sollte für beide Hunde eines klar sein: SIE bestimmen, wer was bekommt und wer sich wo aufhält. Wenn Bonnie Sydney's Leckerchen haben will, stellen Sie sich dazwischen, halten die Hand dazwischen, zeigen ihr auf jeden Fall, dass es nicht ihr Futter ist. Ignorieren Sie das Bellen kommentarlos.
Möglicherweise hat Bonnie den Eindruck, alles gehört ihr. Den Einduck bekommt ein Hund, wenn er in einer Wohnung alles in Beschlag nehmen darf, wie er es will. Darf er aufs Sofa, ins Bett, ohne dazu aufgefordert zu sein? Hat er immer Spielzeug zur Verfügung? Fordert er seinen Besitzer zum streicheln, spielen, füttern auf und hat damit Erfolg? Wenn das bei Ihnen so ist, sollten Sie es ändern.

Liebe Grüße
Ellen Mayer
www.lesloups.de
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