Was tun, wenn der Hund im Auto stark hechelt?

  
jessica zöhner schrieb am 10.05.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Guten Tag,
unser 11 Monate alter Lagotto ist bis vor ca. 6 Wochen problemlos in seiner Box Auto gefahren, er war entspannt, hat geschlafen.
Vor eben 6 Wochen ging es los mit Hecheln und Zittern. Wir haben dann festgestellt, dass an der Metallbox die Tür geklappert hat. Wir haben es fixiert. Trotzdem bleibt es bei Hecheln und Zittern, mal mehr, mal weniger. Wir haben die Box ins Haus gebracht und darin gefüttert etc. Hier geht unser Hund sehr einfach in die Box und legt sich auch kurz hin. Im Auto geht er nicht in die Box und wenn er drin ist, beginnt er zu hecheln etc.


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Antworten(1)

  • Marina Krieg
    Marina Krieg (Hundetrainer)
    schrieb am 12.05.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,

    mit 11 Monaten ist Ihr Hund mitten in der Pubertät, wo sogenannte "spooky phases" vorkommen können. D.h. die Hunde gruseln sich vor Dingen, die zuvor kein Problem dargestellt haben.
    Das Klappern kann natürlich seinen Teil dazu beigetragen haben.

    Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten, Ihrem Hund zu helfen:
    Sie könnten überlegen, ob es möglich wäre, dass Ihr Hund woanders im Auto mitfährt. Z.B. angeschnallt auf der Rückbank (es gibt Autoschondecken für Rückbänke) oder mit einem Gitter abgetrennt im Kofferraum. Das sollten Sie allerdings trotzdem vorher kleinschrittig trainieren.

    Eine andere Möglichkeit wäre, da weiter zu machen, wo Sie schon begonnen haben. D.h. die Box weiterhin drinnen "schönfüttern" und dann nochmal ganz kleinschrittig vorzugehen, wenn Sie im Auto ist.
    Sie fangen da auf der Stufe an, ab der Ihr Hund zeigt, dass er nicht einsteigen möchte. Das ist ja in der Regel in einem Abstand von X Metern vor dem Auto. Und genau hier trainieren Sie dann. Hier passieren tolle Sachen, wie Futtersuche, Spielen oder was auch immer Ihr Hund toll findet. Mal ein bisschen zum Auto hin, mal vom Auto weg - ohne im Kopf zu haben, dass er schon einsteigen muss.
    Was es da für Trainingsmöglichkeiten gibt, können Sie hier nachlesen: https://www.trainieren-statt-dominieren.de/blog/autofahren/den-hund-an-ein-auto-gewoehnen

    Eine dritte Möglichkeit könnte sein, dass Ihrem Hund im Auto schlecht wird. Das passiert gar nicht so selten bei Junghunden. Hierzu können Sie beim Tierarzt nach "Reisetabletten" fragen. In der Regel verwächst sich das mit dem Erwachsenwerden, allerdings kann sich bis dahin dann eine ausgeprägte Angst entwickelt haben, denn der Hund weiß ja nicht, dass ihm nicht mehr schlecht wird.

    Ich rate Ihnen dennoch, sich für das Training Unterstützung von einem/einer Trainer:in zu suchen.
    Qualifizierte (!) Hundetrainer:innen in Ihrer Nähe finden Sie unter https://www.trainieren-statt-dominieren.de/trainer-umkreissuche .
    Einige Kolleg:innen dürfen in der aktuellen Lage Einzeltraining anbieten.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg :)

    Viele Grüße
    Marina von den Ostseepfoten
    www.ostseepfoten.com

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