Angst

Angst ❯ Vor Hunden
MaxiBeejee schrieb am 13.04.2016
Hallo , ich habe einen Hund aus sehr schlechter Haltung übernommen , Die "dicke" hat sich sehr sehr gut eingelebt . Wir unternehmen sehr viel und Sie ist sehr lieb , Sie hört auch ... Das einzigste Problem was ich mit ihr habe, ist das Sie, sich erst freut wenn sie andere Hunde sieht doch dann ganz plötzlich unsicher wird und darauf aggressiv reagiert ( auf den anderen Hund) , egal ob rüde oder nicht , groß oder kleine , Sie hat vor allen Hunden "angst", was kann ich tun um ihr zu helfen ?
1 Antwort
Hallo, wahrscheinlich hat sie nie die Möglichkeit gehabt unentspannte Sozialkontakte zu knüpfen.
Sie würde ja gerne, weiß aber nicht so recht, wie es eigentlich geht. Ist unsicher und reagiert dann mit "Aggression". Ich setze es bewußt in Anführungszeichen, denn es ist ja eher ihre Unsicherheit.
Wenn sie die Möglichkeit haben, dass sie ein oder zwei Hunde kennenlernt, mit denen sie ( idealerweise unter Anleitung eines Hundetrainers) Kontakt aufnehmen kann, wäre es ein erster Schritt ihr zu zeigen, dass andere Hunde okay sind. Und vor allem wo sie lernen kann, wie man sich "unterhält" und richtig benimmt.
Versuchen sie sie bei Hundebegegnungen abzulenken und auf sich zu konzentrieren. Wenn es nicht klappt wäre es gut, wenn sie die Distanz erhöhen, damit sie sich besser auf sie konzentrieren kann. Nehmen sie ein besonderes Spielzeug/ Leckerli mit, welches für sie sehr interessant ist.
Wenn ein fremder Hund kommt - agieren sie. Ziehen sie die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich, belohnen sie sie. Es soll für sie ein Ritual werden: ein Hund kommt - ich wende mich zu Herrchen/Frauchen um und bekomme dafür etwas tolles. Ich kann sie ignorieren, dies lohnt sich mehr für mich als sie anzubellen.
Belohnt wird sie aber nur, wenn sie leise ist und sich zu ihnen wendet. Macht sie Rabbatz, hat sie Pech und bekommt gar nichts: keine Aufmerksamkeit, kein "Sitz oder Komm her" für das sie belohnt wird. Sie gehen einfach weiter.
Vielleicht finden sie auch eine Hundeschule, wo sie eine Möglichkeit der Beschäftigung für sich und ihren Hund finden (Dummy/Mobility o.ä.) Dies fördert ihre Position als Rudelführer,(Vertrauen) läßt sie als Mensch - Hund - Team zusammenwachsen und der Hund hat Spaß, bekommt Selbstbeußtsein und hat keinen Stress in Gegenwart anderer Hunde.

Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick
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