Er macht was er will.

Mangelnder Gehorsam ❯ Grunderziehung
Joe-Anne schrieb am 11.05.2019
Mein 10 Monate alter Husky-Labrador mix.
Macht was er will.
Die einfachen Grundregeln wie Sitz und Platz macht er nur wenn er Lust hat. Das Wort Aus kennt er garnicht.
Draußen zieht er immer an der Leine beim laufen beifußlaufen ist ganz schwierig mit ihm und wenn er andere Hund sieht will er spielen und wenn er nicht darf springt er an einem hoch bellt und beißt einem.
Was kann ich tun?
1 Antwort
Ellen Mayer | Hundetrainer/in
schrieb am 02.06.2019
Hallo,
wenn Ihr Hund macht, was er will, tut er das, weil er machen kann, was er will.
Wenn Sie ihm ein Kommando geben, setzen Sie es ruhig und souverän durch. Geduld und Ruhe ist hier gefragt.
Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

Viel Erfolg..
Ellen Mayer
www.lesloups.de
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