Zecken können Blutparasiten übertragen, die eine Babesiose verursachen. Die Infektion ist bislang sehr selten in Deutschland, aber wenn sie auftritt eine sehr ernst zu nehmende Krankheit mit hohem Fieber und Blutarmut.


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Verbreitung und Übertragung der Babesiose bei der Katze

Gibt es Babesiose bei der Katze? Ja, gibt es! Bei Katzen wurde die Babesiose bisher jedoch überwiegend nur in Afrika, Indien und Südamerika und dort auch nur selten nachgewiesen. In Deutschland kommt sie bis jetzt kaum vor.

Babesiose ist eine Krankheit, die von Blutparasiten, den Babesien ausgelöst wird. Zecken übertragen die Erreger von Tier zu Tier: Sie nehmen die Parasiten auf, wenn sie ein infiziertes Tier stechen. Die Babesien vermehren sich dann im Darm der Zecke, von wo aus sie in den Speichel gelangen und damit übertragen werden, wenn die Zecke eine Katze sticht. Es dauert jedoch meist bis zu 36 Stunden, bis die Zecke die Parasiten überträgt.

Wie erkenne ich Babesiose bei der Katze?

Betroffene Katzen leiden an hohem Fieber, Schwäche, Appetitlosigkeit und rot bis braun gefärbtem Harn. Außerdem zerstören die Parasiten die roten Blutkörperchen, weshalb die Babesiose zu Blutarmut und somit zu blassen Schleimhäuten führt und im schlimmsten Fall mit Organversagen aufgrund mangelnder Sauerstoffversorgung endet. Deswegen sollte die Erkrankung schnellstmöglich von einem Tierarzt oder einer Tierärztin behandelt werden. In der Tierarztpraxis wird eine Blutuntersuchung zur Diagnose durchgeführt.

Therapie und Vorsorge der Babesiose bei der Katze

Katzen mit Babesiose sind oft Notfallpatienten! Die Katze bekommt zunächst Flüssigkeit mittels einer Infusion verabreicht. In manchen Fällen ist auch eine Bluttransfusion nötig und sobald die Tierärztin oder der Tierarzt die Babesien nachgewiesen hat, müssen sie medikamentös behandelt werden.

Die Erkrankung und Behandlung ist der Babesiose beim Hund sehr ähnlich. Deswegen lesen Sie für ausführliche Informationen unseren Artikel zum Thema Hundemalaria.

Um Infektionen mit von Zecken übertragenen Erregern vorzubeugen, schützen Sie Ihren Vierbeiner durch Schutzmittel aus der Tierarztpraxis wie einem Zeckenhalsband oder Tropfen, die ins Fell aufgetragen werden. Suchen Sie Ihre Katze außerdem regelmäßig nach Zecken ab. Wenn Sie die Zecken rechtzeitig entfernen, können Sie eine Infektion vermeiden.

Dieser Artikel wurde geprüft von Tierärztin Melanie Ahlers.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhalter sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall einen Tierarzt um Rat fragen. Diagnosen über das Internet sind nicht möglich.